Anne Spiegel und Katharina Binz stellen zukünftige Staatssekretär*innen in den Ministerien für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität sowie für Familie, Frauen, Kultur und Integration vor

[60/2021] Am Tag nach der Verabschiedung des Koalitionsvertrages und der Nominierung der zukünftigen GRÜNEN Ministerinnen in der neuen Landesregierung erklären Anne Spiegel und Katharina Binz zur Besetzung der Staatssekretärspositionen:

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Partei dem Koalitionsvertrag und den Personalvorschlägen mit übergroßer Mehrheit zugestimmt hat. Es liegen nun große Aufgaben vor uns, die wir mit großer Freude und Engagement angehen werden.“ 

Zu den Themenschwerpunkten des Klimaschutzministeriums stellt Anne Spiegel fest:

„Wir haben bundesweit das ambitionierteste Ziel für das Erreichen der Klimaneutralität festgeschrieben. Wir werden die Windenergie im Land verdoppeln, die Solarenergie verdreifachen. Ab 2022 führen wir die PV-Pflicht für Gewerbebauten und Parkplätze ein. Wir werden ein 365 Euro-Ticket für junge Menschen einführen. Die Mobilität der Zukunft zu stärken, wird eine unserer zentralen Aufgaben sein, um die Mobilitätswende in Rheinland-Pfalz voranzubringen. Ein wichtiger Baustein im Klimaschutz ist auch der Radverkehr. Wir wollen dem Radwegebau eine neue Dynamik geben und den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr deutlich ausbauen. Wir wollen das Artensterben stoppen, indem wir unsere blühenden Wiesen, Weiden, Bäche, Moore sowie Straßen- und Wegränder miteinander verbinden und dauerhaft aufwerten.“ 

Katharina Binz, zukünftige Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration erklärt:

„Die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie wird in den kommenden Monaten und Jahren viele Anstrengungen erfordern. Gerade Familien, Kinder und Jugendliche, aber auch die Kultur sind schwer von der Pandemie getroffen und leiden unter den Folgen.
Auch auf dem Weg zu einer wirklich geschlechtergerechten Gesellschaft liegen noch viele Herausforderungen vor uns: Frauen wirksam vor Gewalt zu schützen, gleiche Zugangschancen zu Führungspositionen, Abkehr von alten Rollenbildern sind nur einige der Themen, die es hier zu bearbeiten gilt. Weiterhin liegen bei der Integration und bei einer humanen Aufnahme geflüchteter Menschen große Aufgaben vor uns.
All diese Aufgaben brauchen Kompetenz und Tatkraft. Ich freue mich daher sehr, zukünftig von zwei überaus qualifizierten und anerkannten Persönlichkeiten als Staatsekretäre im Ministerium für Familie, Frauen Kultur und Integration unterstützt zu werden. Die Corona-Pandemie und deren Folgen haben auch den Verbraucherschutz vor neue Herausforderungen gestellt, die es zu bewältigen gilt und deutlich gemacht, wie wichtig ein starker Verbraucherschutz für die Menschen ist.“ 

Zu Nominierung von Katrin Eder als Staatssekretärin und Dr. Erwin Manz als Staatssekretär erklärt Anne Spiegel:

„Katrin Eder ist seit zehn Jahren Mainzer Dezernentin für Umwelt, Energie und Verkehr – als Staatssekretärin wird sie eine große und hochkompetente Bereicherung für das neue Klimaschutzministerium. Zuvor war sie bereits als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag tätig und als Beraterin im Bereich von Gewerkschaften und Interessenvertretungen. Katrin Eder denkt Klima- und Umweltschutz mit sozialer Gerechtigkeit zusammen. Ich freue mich daher sehr, dass Katrin Eder mit ihrer geballten Expertise Staatssekretärin im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität werden wird.  

Zudem wird Dr. Erwin Manz als Staatssekretär an meiner Seite den Klimaschutz in Rheinland-Pfalz voranbringen. Seit 2016 leitet er die Abteilung Wasserwirtschaft im Umweltministerium. Aufgrund seines naturwissenschaftlichen Studiums und der über 30jährigen Berufstätigkeit im Umweltschutz hat er sich einen reichen Erfahrungsschatz im Umwelt- und Naturschutz angeeignet. Neben dem naturwissenschaftlichen Hintergrund verfügt er durch seine verschiedenen Tätigkeiten auch über einen reichen Erfahrungsschatz in Umweltpolitik und Umweltrecht.
Mit Dr. Erwin Manz habe ich einen versierten Experten der Umweltpolitik an meiner Seite. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den beiden als Team, um gemeinsam die großen inhaltlichen Herausforderungen anzupacken.“ 

Zu Nominierung von David Profit und Prof. Dr. Jürgen Hardeck als Staatssekretäre erklärt Katharina Binz:

„Als Staatssekretär wird mir ab dem 18. Mai Herr David Profit zur Seite stehen. David Profit ist als Jurist ein ausgewiesener Fachmann, sowohl für die Themen des Ministeriums, als auch für die Führung der Verwaltung. Nach beruflichen Stationen an der Universität Marburg, der Verwaltungshochschule Speyer, dem Bundesverfassungsgericht, als Richter am Sozialgericht Mainz und Referent in der Staatskanzlei ist er gegenwärtig stellvertretender Leiter der Zentralabteilung im Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen. Ich freue mich sehr, dass er sich bereit erklärt hat nach Rheinland-Pfalz zurück zu kehren.

Für die Kultur ist die Corona-Pandemie ein herber Einschnitt, der noch lange zu spüren sein wird. Die Aufgabe des Kulturministeriums in den nächsten Monaten und Jahren wird es sein, die Kulturszene in Rheinland-Pfalz bestmöglich zu unterstützen, um aus der Krise wieder herauszukommen. Außerdem wollen wir mit einer Kulturentwicklungsplanung Ideen und Konzepte für eine gute Zukunft von Kunst und Kultur in unserem Land im Dialog mit allen Partnerinnen und Partnern gemeinsam entwickeln. Deshalb war es mir ungemein wichtig, einen anerkannten Experten der rheinland-pfälzischen Kunst- und Kulturszene als Kultur-Staatssekretär zu gewinnen. Mit Prof. Dr. Jürgen Hardeck ist in meinen Augen die perfekte Besetzung dieses wichtigen Amtes gelungen. Jürgen Hardeck ist seit 1995 in der Kulturabteilung tätig und inzwischen einer der beiden stellvertretenden Leiter. Seit 1995 ist er außerdem der Geschäftsführer des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Kaum jemand kennt die Kunst- und Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz so gut wie er. Ich freue mich daher außerordentlich, dass er sich bereit erklärt hat, die Position des Kulturstaatssekretärs zu übernehmen.“  

Hintergrund zu Katrin Eder
Katrin Eder wurde 1976 in Mainz geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Öffentliches Recht von 1996 bis 2003 an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Im Anschluss arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die damalige Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken bis sie 2007 als Beraterin an die TBS gGmbH wechselte. Seit 2011 ist sie in der Landeshauptstadt Mainz Dezernentin für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr.  

Hintergrund zu Dr. Erwin Manz
Dr. Erwin Manz, 1960 in Schwollen (Landkreis Birkenfeld) geboren, lebt seit 1987 mit seiner Familie in Bad Kreuznach. Er studierte Biologie an der Technischen Hochschule Darmstadt und an der Georg-August-Universität in Göttingen. Seine Promotion an der Universität Trier widmete sich der Vegetation und der standörtlichen Differenzierung von linksrheinischen Niederwäldern. Nach langjähriger freiberuflicher Tätigkeit als Gutachter in der Umwelt- und Landschaftsplanung sowie ehrenamtlichem Engagement im Naturschutz führte er ab 2002 die Landesgeschäftsstelle des BUND Rheinland-Pfalz.Mit dem Regierungswechsel 2011 wechselt er in das rheinland-pfälzische Umweltministerium und war dort Leiter des Ministerbüros. Im April 2016 wurde ihm die Leitung der Abteilung Wasserwirtschaft im Ministerium übertragen.  

Hintergrund zu David Profit
David Profit ist 1976 in Ludwigshafen/Rhein geboren. Er ist verheiratet. Profit erlangte 1996 in Annweiler/Trifels die Allgemeine Hochschulreife und absolvierte nach dem Zivildienst ein Studium der Rechtswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Nach dem ersten Staatsexamen folgte das Referendariat, u.a. mit Stationen an der Universität Marburg, der Verwaltungshochschule Speyer und dem Bundesverfassungsgericht. Parallel war er in einer Nebentätigkeit als Referent beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst beschäftigt. Nach dem zweiten Staatsexamen startete er seine berufliche Karriere 2010 in einer amerikanischen Kanzlei im Rechtsgebiet Bankregulierungsrecht. 2011 wechselte er als Richter zum Sozialgericht Mainz, wo er bis 2019 tätig war. In den Jahren 2012 bis 2014 ordnete ihn das Sozialgericht in die Kabinettsabteilung der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz ab. Er war dort als Referent zuständig für Integrations-, Familien-, Kinder- und Jugendhilfe- und Frauenpolitik sowie für die Landesvertretung. Im Jahr 2019 wechselte Profit als Referatsleiter für Organisation/eGovernment in das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Er wurde vom Land Hessen zum Ministerialrat und stellvertretenden Leiter der Zentralabteilung des Ministeriums ernannt. 

Hintergrund zu Prof. Dr. Jürgen Hardeck
Jürgen Hardeck ist 1958 in Hachenburg/Westerwald geboren. Er ist verheiratet. 1979 erlangte er die allgemeine Hochschulreife und studierte von 1981 bis 1989 Vergleichende Religionswissenschaften, Philosophie und Sinologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. 1990 erlangte er den akademischen Grad Doktor phil. Von 1990 bis 1995 war er als Kulturreferent der Stadt und der Verbandsgemeinde Hachenburg tätig und wechselte dann ins Kulturministerium des Landes Rheinland-Pfalz. Seit 1995 ist er Referent im Kulturministerium Rheinland-Pfalz sowie Geschäftsführer des Kultursommers Rheinland-Pfalz tätig; seit 2016 Referatsgruppenleiter in der Kulturabteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Seit 2004 nimmt er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz wahr und seit 2007 eine Honorarprofessur.     

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