Frieden & Internationales, Rechtsextremismus

Erinnerung an die Novemberpogrome wachhalten – gemeinsam gegen Antisemitismus

[94/2020] Heute vor 82 Jahren ereigneten sich die vom nationalsozialistischen Regime organisierten Novemberpogrome. Dazu äußern sich die GRÜNE Spitzenkandidatin Anne Spiegel und die Landesvorsitzenden Misbah Khan und Josef Winkler:

Anne Spiegel: „Diesen Tag müssen wir zum Anlass nehmen, alles daran zu setzen, für unsere demokratischen Werte und Vielfalt zu kämpfen. Antisemitismus darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Wir müssen uns durch Aufklärungsarbeit, Argumente, Gespräche – insbesondere auch mit jungen Menschen – dem Hass und der Hetze, die leider lauter werden und um sich greifen, entschieden entgegenstellen. Zugleich gilt es die Erinnerung an die schrecklichen Gräueltaten wach zu halten: es leben nur noch wenige Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die sich an die grauenhaften Taten von damals erinnern können – mit ihnen gemeinsam müssen wir die Erinnerungskultur wachhalten. Nicht nur heute, an jedem einzelnen Tag!“

Misbah Khan und Josef Winkler: „In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 erfuhr die jüdische Gemeinde in Deutschland und Österreich ein bis dahin nicht dagewesenes Ausmaß an Gewalt und Hass. Es kann davon ausgegangen werden, dass in dieser und den darauffolgenden Nächten hunderte Jüdinnen und Juden ermordet, über tausend Synagogen und mehrere tausend jüdische Geschäfte zerstört worden sind. Wir müssen das Gedenken an diese schrecklichen Taten wachhalten, denn es mahnt, sich auch heute jedweden antisemitischen Tendenzen in den Weg zu stellen. Es mahnt, dass wir laut sind gegen den auch noch im 21. Jahrhundert existierenden Antisemitismus.“

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