Religion und Weltanschauung

Inhalt:

Religiöse oder weltanschauliche Identität frei leben können

In einer offenen, demokratischen und inklusiven Gesellschaft sollen Menschen ihre religiöse oder weltanschauliche Identität frei leben können. Religiöse und weltanschauliche Vielfalt ist kein Problem, sondern Teil der Lösung. Sie macht uns stark und ist ein Garant für gesellschaftliche Resilienz und ein friedliches Zusammenleben.

Wir setzen auf Dialog statt Spaltung: Religion kann Gemeinschaft stiften, Werte vermitteln und Demokratie stärken. Religiöse Werte wie Nächstenliebe, Solidarität und Bewahrung der Schöpfung verbinden sich mit grüner Politik.

Rheinland-Pfalz soll Vorreiter einer transkulturellen Öffnung werden. Wir entwickeln dafür eine ressortübergreifende Strategie, sichern die nötigen Ressourcen und erarbeiten die Konzepte gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Partnern.

Christlichen, jüdischen und islamischen Religionsunterricht in Schulen möglich machen

Für uns GRÜNE ist der Grundsatz der Gleichbehandlung selbstverständlich.

Der Islam gehört zu Rheinland-Pfalz und soll in Schulen, auf Friedhöfen und bei Feiertagsregelungen stärker berücksichtigt werden. Wir befürworten neben dem christlichen und jüdischen Religionsunterricht den Aufbau eines islamischen Religionsunterrichts.

Perspektivisch wollen wir einen gemeinsamen Unterricht fördern, in dem religionskundliche und ethische Inhalte dialogisch vermittelt werden.

Unterstützung der religiösen Gemeinden, gegen jede Art von Rassismus

Die Unterstützung der jüdischen Gemeinden bleibt Teil unserer historischen Verantwortung.

Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus haben keinen Platz in Rheinland-Pfalz. Die Beauftragten der Landesregierung für jüdisches Leben, Antisemitismus- und Antiziganismusfragen wollen wir fortführen und stärken.

Tanzverbote an Feiertagen aufheben

Staatliche Regelungen sollen das religiöse oder weltanschauliche Leben ermöglichen, es aber nicht einschränken. Deshalb wollen wir Tanzverbote an Feiertagen aufheben und die Regelungen auf den Schutz religiöser Veranstaltungen konzentrieren.

Wir stehen auch einer bundesweiten Ablösung der Staatsleistungen an Kirchen offen gegenüber.