GRÜNE zur Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter FlughafenSymbol für Fehlplanung, Kostenexplosion und Lärmbelastung in Mainz und Rheinhessen

[53/2026] Katrin Eder, designierte Fraktionsvorsitzende der nächsten GRÜNEN-Landtagsfraktion, und die Parteivorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz, Natalie Cramme-Hill und Paul Bunjes, erklären zur Eröffnung des neuen Terminals am Frankfurter Flughafen:

„Terminal 3 steht nicht etwa für Fortschritt, sondern für eine größenwahnsinnige Verkehrspolitik aus der Vergangenheit. Aus Sicht der GRÜNEN ist der Bau nichts als ein Symbol für Fehlplanung, Kostenexplosion und Verlärmung einer ganzen Region. Im Herzen einer der am dichtesten besiedelten Metropolregionen Europas ist ein milliardenschweres Megaterminal entstanden – in einer Zeit multipler Krisen, wachsender Unsicherheit und klimapolitischer Herausforderungen.

Dabei ging den Betreibern die Bodenhaftung bereits 2011 mit der Eröffnung der Landebahn Nordwest verloren. Mit der damaligen Entscheidung, gegen die unter anderem die Stadt Mainz geklagt hatte, ging auch der Bau des Terminal 3 einher – und damit eine erhebliche Verlagerung von Fluglärm nach Rheinland-Pfalz.

In den vergangenen 15 Jahren wurde klar, dass das Projekt nicht die prognostizierten Flugbewegungen erreichen würde. Schon die ursprünglichen Planungen basierten auf eklatanten Fehlprognosen. Es wäre konsequent gewesen, die Reißleine zu ziehen. Heute gibt es deutlich weniger Flugbewegungen – stattdessen soll nun Terminal 2 geschlossen werden, um den Bedarf für Terminal 3 überhaupt zu erzeugen und dieses Projekt am Leben zu halten.

Derweil sind die Baukosten explodiert, während die Verkehrsanbindung noch immer nicht geklärt ist. Diese Fehlentscheidungen gehen zulasten von Umwelt, Klima und den Menschen in der Region. Für die überholten Wachstumsfantasien zahlen am Ende die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Die Menschen leiden unter Lärm.“