[44/2026] Wie wirkt sich die Klimakrise konkret auf landwirtschaftliche Betriebe aus und welche politischen Antworten braucht es jetzt? Darüber informierten sich der Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Felix Banaszak, und die rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin Katrin Eder beim Besuch des Weinguts Eva Vollmer in Mainz-Ebersheim.
Bei einer Führung durch verschiedene Weinlagen ging es um die Herausforderungen des Weinbaus zwischen zunehmender Dürre, Starkregenereignissen und steigenden Temperaturen, die auch Schädlingen zugutekommen. Dabei wurde deutlich: Die Folgen der Klimakrise sind für viele Betriebe bereits Realität. Winzerin Eva Vollmer erklärte innovative Anpassungsstrategien und zeigte konkrete Maßnahmen auf ihrem Betrieb: Begrünte Rebflächen zur Förderung der Biodiversität, Strategien zum besseren Wassermanagement sowie Methoden zum Humusaufbau, die Böden widerstandsfähiger gegen Extremwetter machen.
„Der Weinbau zeigt wie unter einem Brennglas, was die Klimakrise bedeutet“, erklärte Felix Banaszak. „Wer Klimaschutz relativiert, gefährdet Betriebe. Wer in Klimaanpassung investiert, schützt Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und unsere kulturelle Identität.“
Banaszak betonte, dass Klimapolitik längst eine zentrale wirtschaftspolitische Frage sei. Landwirtschaftliche Betriebe und der Mittelstand bräuchten Planungssicherheit und verlässliche politische Rahmenbedingungen, um in Anpassungsmaßnahmen investieren zu können.
„Klimaschutz ist Standortpolitik“, so Banaszak weiter. „Wenn wir unsere regionale Landwirtschaft schützen wollen, müssen wir die Klimakrise entschlossen bekämpfen und Betriebe bei der Anpassung unterstützen.“
Auch Katrin Eder unterstrich die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik und Praxis. Rheinland-Pfalz setze bereits auf Programme zur Klimaanpassung und nachhaltigen Landwirtschaft.
„Transformation gelingt vor Ort – wenn Land und Bund verlässlich handeln“, sagte Eder. „Gerade der Weinbau zeigt, wie Innovation, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität zusammengehen können.“
