Inhalt:
- Auf Krisen und Katastrophen besser und schneller reagieren können
- Moderner Bevölkerungsschutz für eine resiliente Gesellschaft
- Schutz von kritischer Infrastruktur gewährleisten
- Bessere Vorbereitung und mehr Unterstützung der Kommunen in Krisensituationen
- Der Bevölkerung helfen, besser auf Krisen vorbereitet zu sein
- Barrierefreie, mehrsprachige Krisenkommunikation
- Ehrenamtliches Engagement im Katastrophenschutz fördern
Auf Krisen und Katastrophen besser und schneller reagieren können
Wir wollen die Alarm- und Einsatzpläne den aktuellen Herausforderungen laufend anpassen und die kommunalen Strukturen und das Ehrenamt stärken. Dafür werden wir die Nachwuchsförderung vorantreiben und für eine gute Aus- und Fortbildung sorgen.
Wir werden landeseinheitliche Standards für Ausstattung und Alarmierung fördern und den Aufbau von Einheiten für den überörtlichen Einsatz in allen Landkreisen und Städten unterstützen.
Wir werden die Notfallversorgung in Stadt und Land verbessern. Darum wollen wir den Betrieb der Leitstellen mit einem eigenen Leitstellengesetz regeln und das Rettungsdienstgesetz für kommunale Trägerschaften öffnen.
Moderner Bevölkerungsschutz für eine resiliente Gesellschaft
Wir unterstützen Maßnahmen für einen modernen Bevölkerungsschutz und eine resiliente Gesellschaft. Auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene setzen wir uns für eine stärkere Zusammenarbeit von Zivil- und Katastrophenschutz ein.
Wir wollen Technologien wie mobile Notfall-Mobilfunknetze und Drohnen verstärkt fördern.
Schutz von kritischer Infrastruktur gewährleisten
Beim Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS) setzen wir auf ein integriertes Risiko- und Krisenmanagement mit staatlichen und kommunalen Akteuren und den Betreibern von KRITIS.
Wir definieren Mindeststandards für die Versorgung der Bevölkerung mit notwendigen und lebenswichtigen Gütern und Leistungen der Daseinsvorsorge. Für den Krisenfall müssen Verteilungsmodalitäten festgelegt werden, damit es bei Ressourcenknappheit nicht zu Konflikten kommt.
Bessere Vorbereitung und mehr Unterstützung der Kommunen in Krisensituationen
Wir werden die Entscheidungsträger in den Kommunen auf ihre Rolle in Krisensituationen vorbereiten. Dafür wollen wir Handlungswissen frühzeitig vermitteln und regelmäßig auffrischen, damit im Ernstfall alle wissen, was zu tun ist. Um das Handlungswissen immer aktuell zu halten, werden wir die Vernetzung und den Austausch von Behörden, Hilfsorganisationen und privaten Akteuren fördern.
Bei der Risikoanalyse sollen hauptamtliche Kräfte und die Verwaltung unterstützen.
Die Vorgaben für die Ausstattung unserer Feuerwehren und Hilfsorganisationen werden wir laufend an die tatsächlichen Aufgaben und Erfahrungen anpassen.
Der Bevölkerung helfen, besser auf Krisen vorbereitet zu sein
Wir werden die Selbsthilfe und Vorsorge der Bevölkerung auf allen Ebenen fördern.
Schülerinnen und Schüler sollen durch praxisnahe Unterrichtsbeispiele und gemeinsame Übungen mit Feuerwehren und Hilfsorganisationen dabei helfen, ihr Wissen über den Brand-, Katastrophen- und Zivilschutz in ihren Städten, Kommunen und Familien weiterzugeben.
Barrierefreie, mehrsprachige Krisenkommunikation
Für Schadens- und Katastrophenfälle werden wir einen Virtual-Operations-Support etablieren. Dieser Support wird dabei helfen, Information in den sozialen Medien zu sammeln und aufzubereiten und der Verbreitung von Fehlinformationen entgegenwirkt. Der Support wird eine barrierefreie, mehrsprachige Krisenkommunikation auf verschiedenen Kanälen unterstützen.
Ehrenamtliches Engagement im Katastrophenschutz fördern
Wir wollen Anreize für ehrenamtliches Engagement im Katastrophenschutz schaffen. Dazu gehört auch, das Ehrenamt durch ein stärkeres Hauptamt entlasten.
Wir werden Jugendarbeit, Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund, Quereinsteiger und Inklusion in unseren Feuerwehren und Hilfsorganisationen fördern.
Wir wollen in der Aus- und Weiterbildung mehr auf dezentrale und digitale Angebote setzen.
Wir machen uns für eine bessere psychosoziale Unterstützung nach Einsätzen stark.
