Inhalt:
- Kulturförderpläne erstellen, damit Kulturbetriebe besser planen können
- Faire Bezahlung für Kunst und Kultur
- Ehrenamt und Hauptamt im kulturellen Bereich stärken
- Projekte der Vielfalt in Kunst und Kultur fördern
- Clubkultur in die kommunale Stadtplanung und -entwicklung einbinden
- Filmfestival-Förderung
- Kultur muss erlebbar sein: Kulturelle Bildung frühzeitig fördern
- Kultur muss erreichbar sein: Infrastruktur stärken
- Zugang zu Kunst und Kultur auch bei geringem Einkommen ermöglichen
- Konzepte gegen sexualisierte Gewalt im Kulturbetrieb
- Aufmerksamkeit für UNESCO-Welterbe SchUM-Stätte und das Hambacher Schloss stärken
- Kulturelles Erbe im Zusammenhang mit NS-Raubgut oder kolonialen Kontexten prüfen
- Kultur durch Tourismus und Marketing sichtbarer machen
Kulturförderpläne erstellen, damit Kulturbetriebe besser planen können
Wir wollen Kultur weiterhin verlässlich fördern.
Für mehr Planungssicherheit für die Kulturbetriebe setzen wir uns für ein Kulturgesetz mit einem konkreten Kulturförderplan für jede Wahlperiode ein.
Den Förderrahmen wollen wir klarer und einfacher gestalten. Wir streben eine Reform des Zuwendungsrechts und der Kulturförderrichtlinie an.
Förderanträge sollen digital und unbürokratisch gestellt werden können.
Wir sichern die Finanzierung der großen Theater, Orchester und Museen im Land und wollen auch die Förderungen für die Freie Szene langfristig sichern.
Wir prüfen die Idee von regionalen Kulturförderfonds und den Aufbau von „Kulturknoten“, damit Kultur vor Ort stark bleibt.
Wir wollen die Kulturstiftung und den Kultursommer RLP als Impulsgeber für innovative Kunst und Kultur stärker profilieren.
Faire Bezahlung für Kunst und Kultur
Wir wollen den Kulturetat anheben.
Stipendien, Residenzen und Preise helfen den Künstlern beim Leben und Arbeiten. Deshalb wollen wir Mindesthonorare bei Landesförderungen weiter ausbauen.
Auf Bundesebene setzen wir uns für eine bessere soziale Absicherung von Künstlern ein.
Ehrenamt und Hauptamt im kulturellen Bereich stärken
Mit dem Programm „Zukunft durch Kultur“ unterstützen wir hauptamtliche Kräfte und Ehrenamtliche genau dort, wo es nötig ist. Wir wollen das Programm weiter ausbauen.
Wir werden Fachverbände dabei begleiten, Programme für den Generationenwechsel und gesellschaftliche Transformation im kulturellen Bereich zu gestalten.
Projekte der Vielfalt in Kunst und Kultur fördern
Wir fördern Projekte, die den Dialog zwischen den Kulturen und die kulturelle Selbstbestimmung unterstützen. Wir unterstützen auch Projekte, die bisher unterrepräsentierte Perspektiven einnehmen.
Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus dürfen auch in Kunst und Kultur keinen Platz haben.
Clubkultur in die kommunale Stadtplanung und -entwicklung einbinden
Clubs und Diskotheken sind Kulturstätten und wertvolle Bestandteile urbaner Kultur. Wir wollen Nachtkultur als Teil des öffentlichen Lebens stärken und setzen uns dafür ein, sie dauerhaft in die kommunale Stadtplanung und ‑entwicklung einzubinden.
Mit Maßnahmen zum besseren Lärmschutz, der Unterstützung nachhaltiger Clubkonzepte und kreativer Zwischennutzungen wollen wir bestehende Standorte erhalten und dem Clubsterben entgegenwirken.
Filmfestival-Förderung
Im Rahmen der Medienförderung RLP soll eine Filmfestival-Förderung etabliert werden.
Kultur muss erlebbar sein: Kulturelle Bildung frühzeitig fördern
Wir setzen uns für kulturelle Bildung schon ab der Kita ein. Programme wie „Jedem Kind seine Kunst“, Kulturwandertage und kommunale Jugendkulturangebote wollen wir dafür fördern. Diese Programme machen junge Menschen neugierig auf Theater, Literatur, Film und Musik.
Wir wollen ein Förderprogramm für Kulturbusse einführen, damit Schulen wieder mehr Fahrten zu Kultureinrichtungen unternehmen. Bibliotheken, Musikschulen, junge Kunstschulen, Theater und Museen wollen wir als Orte der Begegnung, des Lernens und der sozialen Teilhabe stärker fördern.
Kulturelle Bildung soll fester Teil im schulischen Ganztag werden.
Kultur muss erreichbar sein: Infrastruktur stärken
Wir werden Kulturanbieter bei Maßnahmen zur Digitalisierung, zum Klimaschutz und zur Barrierefreiheit unterstützen.
Bei der öffentlichen Kulturförderung sollen Barrierefreiheit und Inklusion Hand in Hand gehen. Für Kleinkunstformate und ähnliche Formate können Ausnahmen gelten.
Wir wollen ein „Grünes Kultursiegel“ als Zertifikat für nachhaltig operierende Kultureinrichtungen entwickeln.
Mit einem Programm „Dritte Orte“ ermöglichen wir neue Räume für Kultur, zum Beispiel in Bibliotheken, Museen oder auch in leer stehenden Immobilien.
Wir setzen uns für ein Produktionshaus für die Freie Szene in RLP ein.
Wir wollen historische Kulturstätten erhalten und die Anpassung an aktuelle Standards unterstützen.
Wir wollen, dass Kultur für jeden erreichbar ist. Deswegen setzen wir uns für Kulturbusse auch für Erwachsene ein.
Zugang zu Kunst und Kultur auch bei geringem Einkommen ermöglichen
Für Menschen mit wenig Einkommen, vor allem für Kinder und Jugendliche, setzen wir uns für günstige oder kostenlose Nutzung von Kulturangeboten ein.
Konzepte gegen sexualisierte Gewalt im Kulturbetrieb
Damit jeder sicher feiern kann, wollen wir Konzepte gegen sexualisierte Gewalt im Kulturbetrieb stärken und Awareness im Nachtleben und auf öffentlichen Veranstaltungen für dieses Thema schaffen.
Aufmerksamkeit für UNESCO-Welterbe SchUM-Stätte und das Hambacher Schloss stärken
Rheinland-Pfalz verfügt über ein reiches historisches und kulturelles Erbe.
Wir wollen die Aufmerksamkeit für die SchUM-Stätten in Speyer, Worms und Mainz, die nun UNESCO-Welterbe sind, erhöhen. Auch für das Hambacher Schloss als Wiege unserer Demokratie wollen wir die Vermittlungsarbeit stärken.
Kulturelles Erbe im Zusammenhang mit NS-Raubgut oder kolonialen Kontexten prüfen
Zum Umgang mit dem kulturellen Erbe gehört auch die Untersuchung von Sammlungen auf Objekte, deren Herkunft im Zusammenhang mit NS-Raubgut oder kolonialen Kontexten stehen könnte. Wir wollen eine Beratungsstelle für Herkunftsforschung einrichten, die die Museen im Land bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützt.
Unsere Archive stärken wir als moderne Orte der Demokratie und Erinnerungskultur im Land. Wir setzen uns für die Umsetzung des Landesarchivgesetzes insbesondere im ländlichen Raum ein.
Kultur durch Tourismus und Marketing sichtbarer machen
Kultur in Rheinland-Pfalz ist vielfältig, und wir wollen sie noch sichtbarer machen.
Wir wollen das Profil unserer Kulturlandschaft durch eine bessere Vernetzung mit dem Tourismus und einer gezielten Marketingstrategie stärken. Zusätzliche Kulturberater sollen die Aktiven vor Ort unterstützen. Regionale Kulturmanager sollen helfen, örtliche Kulturprofile zu entwickeln.
Darüber hinaus wollen wir Kooperationen zwischen rheinland-pfälzischen und europäischen Kultur-Initiativen fördern.
