Inhalt:
- Schutz vor Starkregenereignissen und Hochwasser ausbauen
- Renaturierung als Hochwasserschutz: mehr Raum für Flüsse und Bäche
- Grundwasserneubildung sichern, um Trinkwasser zu schützen
- Infrastruktur für Trinkwasserversorgung und moderne Kläranlagen stärken
- Wasserwirtschaftskonzepte gegen Dürren und Hitzephasen
Schutz vor Starkregenereignissen und Hochwasser ausbauen
Die Häufigkeit und Heftigkeit von extremen Wetterphänomenen wie Starkregen nimmt zu.
Wir unterstützen die Kommunen dabei, Konzepte und Maßnahmen zum Schutz vor Starkregenereignissen und Hochwasser zu verbessern. In besonders hochwassergefährdeten Gebieten wollen wir die Planung und Durchführung der erforderlichen Hochwasserschutzmaßnahmen priorisieren und die Umsetzung beschleunigen.
Wir setzen die Empfehlungen der Enquete-Kommission „Zukunftsstrategien zur Katastrophenvorsorge“ zum Beispiel durch ihre Verankerung in der Landesbauordnung um. Gleiches gilt für den 7-Punkte-Plan zur Hochwasservorsorge.
Mit einem Hochwasser-Info-Bus werden wir die Menschen in den Städten und Dörfern über Hochwasser- und Starkregenrisiken sowie mögliche Vorsorgemaßnahmen informieren.
Renaturierung als Hochwasserschutz: mehr Raum für Flüsse und Bäche
Von der Quelle bis zur Mündung braucht es überörtlichen, natürlichen und technischen Hochwasserschutz. Hochwasserschutz ermöglicht auch Artenschutz: Retentionsflächen, Auen und extensive Beweidung schützen den Menschen und fördern Biodiversität.
Beim Hochwasserschutz setzen wir auf die Ausweisung natürlicher Überflutungsräume, zum Beispiel durch Deichrückverlegungen, sowie naturverträgliche technische Lösungen. Auenwälder als natürliche Überschwemmungsgebiete wollen wir schützen und Auengebiete renaturieren. Wir nutzen natürliche Retentionsflächen in unbesiedelten Gebieten als Überflutungsflächen. Den geplanten Polder Waldsee/Altrip/Neuhofen wollen wir aufgrund der starken Eingriffe in schützenswerte Natur und des ungeklärten Katastrophenschutzes für die Bevölkerung grundsätzlich überprüfen. Wir wollen dabei künftig aus dem Wassercent auch gezielte Hochwasserschutzmaßnahmen finanzieren.
Mit der „Aktion Blau Plus“ renaturieren wir Gewässer und werden durch Flussentwicklungskorridore natürliche Auen und ihre Funktionen wiederherstellen. Die „Aktion Blau Plus“ dient zusätzlich der Biodiversität und der Klimaanpassung. Wir wollen Wasser auch in der Fläche zurückhalten, sowohl im Wald als auch auf landwirtschaftlichen und Naturschutzflächen.
Zwischen Ober- und Unterliegern, über Kreis- und Gemeindegrenzen hinweg, wollen wir Gewässerzweckverbände für die Planung und Umsetzung von Maßnahmen vor Ort fördern.
Gewässerunterhaltung erfolgt maßvoll, naturgerecht und lokal angepasst.
Grundwasserneubildung sichern, um Trinkwasser zu schützen
Die Grundwasserneubildung ist in den vergangenen Jahren teils drastisch zurückgegangen.
Um unser Trinkwasser zu schützen, setzen wir den Zukunftsplan Wasser um. Wasser muss stärker in der Landschaft gehalten werden und an Ort und Stelle versickern können.
Mit einem Klimaanpassungsgesetz wollen wir auf Landesebene notwendige Anpassungsmaßnahmen in den Kommunen sowie in der Landwirtschaft unterstützen und den Wassercent dahin weiterentwickeln.
Infrastruktur für Trinkwasserversorgung und moderne Kläranlagen stärken
Die Trinkwasserversorgung machen wir durch gezielte Förderung der kommunalen Versorgungsinfrastruktur robuster. Auch digitale Wasserzähler und smarte Lösungen in der Beregnung treiben wir im Sinne der Klimaanpassung und Vorbereitung auf die Veränderungen im Klimawandel voran.
Mit modernen Kläranlagen, einer vierten Reinigungsstufe und mehr Energieeffizienz in der Wasserwirtschaft reduzieren wir Schadstoffe und den Energiebedarf. Dabei unterstützen wir gesetzliche Regelungen zur Kostenbeteiligung von Herstellern problematischer Stoffe.
Wasserwirtschaftskonzepte gegen Dürren und Hitzephasen
Die Häufigkeit und Heftigkeit von extremen Wetterphänomenen wie Hitze nimmt zu.
Dürren und Hitzephasen belasten unsere Lebensmittelproduktion, unsere Ökosysteme und unser Leben in Städten und Dörfern. Wir werden ihnen mit angepassten Wasserwirtschaftskonzepten begegnen, um ihre Auswirkungen zu minimieren.
