Klimaschutz und sichere Arbeitsplätze: Brantner und Eder besuchen RENOLIT

Chemiekonzern will mit eigenem Windkraftprojekt Großteil seines Energiebedarfs decken

Worms, 10. Januar 2026 – Die Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Franziska Brantner, und die rheinland-pfälzische Staatsministerin Katrin Eder haben am Samstag das Wormser Familienunternehmen RENOLIT besucht. Im Mittelpunkt stand das wegweisende Windkraftprojekt des Unternehmens, das zeigt, wie der Übergang zu Erneuerbaren Energien und die Sicherung von Arbeitsplätzen in einer energieintensiven Branche Hand in Hand gehen können.

Torsten Maschke, für das Windkraftprojekt verantwortliches Mitglied des Vorstands, und Dr.-Ing. Dirk Binkowski, Leiter der Produktion des Werks Worms, begrüßten die Gäste aus der Politik zusammen mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern des grünen Kreisverbands Worms. Im Fokus des Austauschs standen zentrale Herausforderungen der Kunststoffindustrie – von steigenden Energiepreisen über die Umstellung auf erneuerbare Energien bis hin zu Kreislaufwirtschaft und Investitionen in moderne, ressourcenschonende Produktionsanlagen. Abgerundet wurde der Termin durch einen Blick hinter die Kulissen des Werks.

Franziska Brantner hob die bundespolitische Dimension und Strahlkraft des Windkraftprojekts hervor: „Industriepolitik und Klimaschutz gehören zusammen. Projekte wie der geplante Windpark von RENOLIT zeigen klar, dass Klimaschutz ein echter Standortfaktor ist. Wenn Unternehmen einen Großteil ihres Strombedarfs selbst aus erneuerbaren Energien decken können, stärkt das ihre Wettbewerbsfähigkeit und die regionale Wertschöpfung.“

„Der Besuch bei RENOLIT zeigt eindrücklich, wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen für die Energiewende in unserer Industrie sind“, betonte Katrin Eder. „Unternehmen, die hier vor Ort investieren, Arbeitsplätze sichern und gleichzeitig ambitionierte Klimaziele verfolgen, brauchen Planungssicherheit – gerade bei der Energieversorgung.“

Anlagen sollen rund 60 Prozent des Energiebedarfs decken

RENOLIT plant drei Windkraftanlagen, die ab 2030 erneuerbaren Strom liefern und damit einen wesentlichen Beitrag zum Ziel der CO₂-Neutralität bis 2045 leisten. Nach intensiven politischen und gesellschaftlichen Debatten wurde dafür Ende 2025 eine regional tragfähige Lösung gefunden. Zusätzlich zu diesen drei Anlagen strebt das Unternehmen die Einbindung eines vierten Windrades an, welches von einem externen Anbieter realisiert wird. Die Windenergie ist zugleich ein notwendiger Teil der umfassenden Investition in die Zusammenlegung der Standorte Frankenthal und Worms am Standort Worms in Höhe von rund 130 Millionen Euro, mit der RENOLIT seine Produktion modernisiert und den Standort Worms langfristig stärkt.

Maschke erklärte: „Die Transformation eines energieintensiven Industrieunternehmens ist eine große Aufgabe. Dafür ist auch der konstruktive Dialog mit allen demokratischen Akteur:innen und politischen Amtsträger:innen wichtig, um unsere Perspektiven als führender Hersteller von Kunststofffolien in die politische Diskussion einzubringen.“

„Das RENOLIT-Projekt zeigt eindrucksvoll, wie energieintensive Industrie klimaneutral werden kann“, ergänzte Carolin Cloos von den GRÜNEN in Worms. „Solche mutigen Schritte brauchen wir überall in Rheinland-Pfalz. Die Windkraft vor Ort trägt zur Sicherung von 1.500 Arbeitsplätzen bei und macht das Unternehmen unabhängiger von schwankenden Energiepreisen.“

In enger Abstimmung mit der Planungsgemeinschaft Rhein-Neckar werden drei Windkraftanlagen realisiert. Die Lösung berücksichtigt sowohl die Klimaziele des Unternehmens als auch die regionalen Planungsvorgaben für den Ausbau erneuerbarer Energien. Das Projekt soll frühestens 2030 in Betrieb gehen und unterstreicht die langfristige Ausrichtung von RENOLIT auf nachhaltige Produktion in der Region.