Aus für ACC-Batteriewerk ist Folge verfehlter Bundespolitik

Katrin Eder: „Diese Entscheidung ist nicht vom Himmel gefallen“

Kaiserslautern/Mainz, 09. Februar 2026 – Das endgültige Aus für die geplante Batteriezellenfabrik der Automotive Cells Company (ACC) in Kaiserslautern ist ein schwerer Rückschlag für die gesamte Region und weit darüber hinaus. Tausende potenzielle Arbeitsplätze und ein zentrales industriepolitisches Zukunftsprojekt sind verloren.  

„Das ist ein herber Schlag für die Menschen in der Region und für Rheinland-Pfalz insgesamt“, erklärt Katrin Eder. „Land und Kommunen haben große Hoffnungen in dieses Werk gesetzt – wegen der Arbeitsplätze vor Ort, aber auch wegen seiner strategischen Bedeutung für Europas Automobilindustrie und damit die industriepolitische  Handlungsfähigkeit.“

Gleichzeitig warnt Eder davor, die Verantwortung allein beim Unternehmen zu suchen. „Diese Entscheidung ist nicht vom Himmel gefallen. Sie ist das Ergebnis einer rückwärtsgewandten Wirtschaftspolitik der schwarz-roten Bundesregierung.“

“Statt verlässliche Rahmenbedingungen für Elektromobilität zu schaffen – etwa durch einen konsequenten Ausbau der Ladeinfrastruktur und verlässliche Preis- und Förderstrukturen – ist über Monate Unsicherheit produziert worden“, so Eder weiter.

Besonders kritisch sieht sie den industriepolitischen Kurs der Bundesregierung. „Wirtschaftsministerin Reiche und Kanzler Merz haben sich viel zu lange darauf konzentriert, den Verbrenner künstlich am Leben zu halten, anstatt konsequent in Zukunftstechnologien zu investieren. Während wichtige Exportmärkte wie China längst umgeschwenkt sind, hat die Bundesregierung laviert und mutige Entscheidungen für die Elektromobilität in Brüssel behindert.“ Das Aus für das Batteriewerk in Kaiserslautern sei daher auch politisch hausgemacht. „Diese Absage ist eine direkte Folge des Schlingerkurses von Friedrich Merz und Katherina Reiche in der E-Mobilität. Wer keine Planungssicherheit bietet, darf sich nicht wundern, wenn Zukunftsinvestitionen ausbleiben.“