Inhalt:
- Landesernährungs- und Lebensmittelstrategie für mehr Bio auf den Tellern
- Regionale Landwirtschaft-Naturschutz-Kooperationen weiter ausbauen
- Nachhaltiger Anbau, Fruchtfolgen und robuste Sorten für weniger Pestizide
- Guter Start in die Landwirtschaft und Hilfe bei Hofübergaben
- Artgerechte landwirtschaftliche Tierhaltung
- Digitale Technologien, klimaangepasste Sorten und Bewässerungsmethoden für Landwirte
Landesernährungs- und Lebensmittelstrategie für mehr Bio auf den Tellern
Wir GRÜNE stärken den ökologischen Landbau in der landwirtschaftlichen Förderung. Unser Ziel ist, den Ökolandbau-Anteil deutlich auszuweiten. Dafür schreiben wir den Ökoaktionsplan fort und weiten ihn zu einer Landesernährungs- und Lebensmittelstrategie aus, erhöhen den Bio-Anteil in der Außer-Haus-Verpflegung und setzen uns für die Förderung von Öko-Modellregionen ein.
Wir machen uns für umweltfreundliche und ökonomische Innovationen in der Landwirtschaft wie Agroforstwirtschaft, regenerative und solidarische Landwirtschaft stark.
Wir wollen eine bessere Regulierung des Bodenmarkts, um spekulative Anteilskäufe (Share Deals) zu verhindern.
Regionale Landwirtschaft-Naturschutz-Kooperationen weiter ausbauen
Mit weiteren Naturschutzstationen werden wir regionale Landwirtschaft-Naturschutz-Kooperationen in Rheinland-Pfalz aufbauen. Den Vertragsnaturschutz werden wir gemeinsam mit Landwirten und Naturschutzverbänden ausweiten.
Etablierte Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Verwaltung und Naturschutzverbänden, wie den „Schulterschluss Artenvielfalt“, setzen wir fort.
Nachhaltiger Anbau, Fruchtfolgen und robuste Sorten für weniger Pestizide
Mit vielfältigen Fruchtfolgen, robusten Sorten und nachhaltigen Anbauformen unterstützen wir GRÜNE unsere Landwirte dabei, den Pestizideinsatz deutlich zu reduzieren.
Wir setzen uns auf Bundesebene für weitere Instrumente zur Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln ein. Wir setzen uns dafür ein, dass die unkomplizierte Verwendung von Backpulver zum Pflanzenschutz wieder möglich wird. Wir wollen den nachhaltigen Humusaufbau und Dauergrünland zur Speicherung von CO₂ fördern und eine Leguminosenstrategie umsetzen.
Guter Start in die Landwirtschaft und Hilfe bei Hofübergaben
Wir setzen uns dafür ein, dass eine vollumfängliche landwirtschaftliche Ausbildung und Beratung in Rheinland-Pfalz erhalten bleibt.
Wir unterstützen Landwirte bei Hofübergabe- und -übernahme, fördern Direktvermarktung und Wertschöpfung vor Ort.
Bürokratie wollen wir ohne Abbau von Sozial- und Umweltstandards reduzieren und Prozesse möglichst digitalisieren.
Wir setzen uns auf Bundesebene für eine gemeinwohlorientierte Ausgestaltung der Förderpolitik im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik GAP ab 2026 ein.
Artgerechte landwirtschaftliche Tierhaltung
Wir treten für eine Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft ein. Wir setzen uns für eine artgerechte Tierhaltung mit Freilauf und Weidehaltung ein. Wir fördern den Erhalt des Dauergrünlands auch als Hotspot der Artenvielfalt.
Unser Ziel ist die Abschaffung der industrialisierten Massentierhaltung.
Wir setzen uns auf Bundesebene für die Förderung der artgerechten Tierhaltung und den tierschutzgerechten und brandsicheren Umbau der Ställe ein. Wir stärken flächengebundene Tierhaltung, erhöhen die Kontrollen in tierhaltenden Betrieben und wollen strengere Regeln für Tiertransporte.
Digitale Technologien, klimaangepasste Sorten und Bewässerungsmethoden für Landwirte
Mit klimaangepassten Sorten, ressourcenschonenden Anbau- und Bewässerungsmethoden sowie dem Einsatz digitaler Technologien wollen wir der Klimakrise in Rheinland-Pfalz effektiv begegnen. Wir wollen Landwirte dabei unterstützen, sich an die Folgen der Erderhitzung anzupassen.
