Kinder und Familie

Inhalt:

Familienbox zur Geburt, Familienkarte für alle, neue Familienpolitik

Jede Familie braucht Platz, Zeit und Bewegungsspielraum.

Für einen guten Start ins Leben führen wir eine Familienbox zur Geburt ein, ein Startset mit allem, was in den ersten Lebensmonaten des Kindes benötigt wird.

Die Familienkarte in Rheinland-Pfalz machen wir automatisch für alle verfügbar.

Wir setzen uns dafür ein, dass Kinderprodukte geringer besteuert werden.

Das Ehegattensplitting gehört abgeschafft. Familienpolitik muss sich an Kindern orientieren, nicht an alten Rollenbildern.

Wir setzen uns für ein kostenfreies, gesundes und regionales Mittagessen für alle Kinder ein.

Hilfe für Familien in herausfordernden Lebenssituationen

Wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät, braucht es schnelle Unterstützung.

Wir bauen Anlaufstellen für Familien in Not aus. Wir stärken und vernetzen Familienzentren, familienorientierten Verbraucherschutz und die Schuldnerberatung.

Das Programm „Guter Start ins Kinderleben“ bringen wir in alle Geburtskliniken in Rheinland-Pfalz und wir schaffen mehr Stellen für Familienhebammen.

Frühe Hilfen sollen bis zum sechsten Lebensjahr weitergeführt werden.

Personen, die die Jugendhilfe verlassen, wollen wir einen gleichberechtigten Start ins Erwachsenenleben sichern. Wir wollen ihnen eine verlässliche wohnungs- und beratungsbezogene Unterstützung anbieten.

Familien mit Kind oder Eltern mit Behinderung stehen vor besonderen Herausforderungen. Eltern mit Behinderung wollen wir durch einen Ausbau der Elternassistenz unterstützen, damit sie ihre Erziehungsaufgaben selbstbestimmt und gleichberechtigt wahrnehmen können.

Gemeinsam mit anderen Bundesländern haben wir uns im Bundesrat dafür eingesetzt, dass auch Pflegeeltern Elterngeld bekommen.

Familienfreundliches Arbeitsrecht und Unternehmenskultur

In einer Familie braucht man Zeit füreinander.

Wir setzen uns für ein Arbeitsrecht ein, das zu unterschiedlichen Lebensphasen und Lebensentwürfen passt, und für eine familienfreundliche Unternehmenskultur. Alleinerziehende müssen dabei besonders berücksichtigt werden.

Wir setzen uns auf Bundesebene dafür ein, dass das Kinderkrankengeld zu einer vollen Lohnersatzleistung für gesetzlich Versicherte wird.

Wir fordern eine Überarbeitung des Elterngelds. Wir wollen dabei auch, dass es für Väter attraktiver ist, längere Elternzeiten in Anspruch zu nehmen.

Die Landesverwaltung soll familienfreundlicher werden. Wir fordern dafür mehr 75-Prozent-Stellen und Führungsjobs in Teilzeit.

Kita-Gebühren wollen wir abschaffen, auch für U2-Kinder.

Kinderrechte stärken und Kinderarmut beenden

Kinder haben ein Recht auf Teilhabe.

Kinder sollen mitreden können: in der Kita, in der Schule, im Alltag, in der Kommune.

Das Recht von Kindern zur politischen Beteiligung gehört ins Grundgesetz und in unsere Landesverfassung.

Wir GRÜNE haben uns dafür eingesetzt, dass Jugendbeteiligung heute fester Bestandteil der Gemeindeordnung ist. Kinderbeteiligung soll genauso selbstverständlich werden.

Jedes Kind soll ohne Armut aufwachsen.

Wir wollen eine echte Kindergrundsicherung genauso wie höhere Leistungen für Bildung und Teilhabe und setzen uns dafür auf Bundesebene verstärkt ein.

Mehr Kita-Plätze und mehr Kita-Personal

Jedes Kind verdient eine wohnortnahe Kita mit Herz, gesundem Essen und Raum zum Entfalten.

Dafür schaffen wir ausreichend Kita-Plätze und gewinnen mehr Personal durch eine berufsbegleitende, gut bezahlte Ausbildung, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und gezielte Fortbildungen.

Wir setzen uns für die Schaffung eines Inklusionsbudgets für Kitas ein, um das Recht von Kindern mit Behinderung auf Inklusion und Teilhabe zu sichern.

Gute Arbeitsbedingungen für starke Kitas und starke Fachkräfte

Gute Betreuung braucht gute Arbeitsbedingungen.

Wir kämpfen für faire Bezahlung im Kita-Betrieb, mehr Zeit für die Leitung einer Kita und die Anleitung von Auszubildenden.

Wir fordern einen besseren Personalschlüssel, der Hand in Hand mit der Fachkräftegewinnung geht.

Außerdem setzen wir auf starke Trägerstrukturen und unterstützen Trägerzusammenschlüsse. So sichern wir Qualität, entlasten Fachkräfte und machen den Beruf attraktiver.

Kitas als Familienorte

Kitas sollen Orte der Begegnung für Kinder und Eltern sein.

Wir bauen darum die Familienzentren aus und stärken die Kita-Sozialarbeit.

Für echte Teilhabe setzen wir auf inklusive Bildung von Anfang an und sorgen dafür, dass die Kitas diese Aufgabe auch meistern können.

Die Natur als Lernort in Kita und Schule

Kinder sollen schon in der Kita an die Natur als Lernort herangeführt werden.

So kann ein breites Verständnis für die Abläufe und Zusammenhänge in der Natur von klein auf erlernt wer­den.

Wir wollen entsprechende Konzepte und Angebote in allen Kitas und Schulen.

Frühzeitige Förderung und gezielte Sprachbildung für einen guten Start in die Schule

Kinder sollen mit Mut und Freude in die Schule starten.

Sprachkompetenz ist die Grundlage für schulischen Erfolg.

Damit Bildung von der ersten Klasse an gut vermittelt werden kann, setzen wir uns für eine verbindliche Sprachstandserhebung aller Kinder im Vorschulalter ein.

Durch frühzeitige Förderung, gezielte Sprachbildung und verlässliche Strukturen schaffen wir einen fließenden Übergang von der Kita in die Grundschule.

Entsprechende Angebote wie im Rahmen des Sozialraumbudgets und mit Sprachbeauftragten an Kitas wollen wir erweitern und ausbauen.

Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen

Jedes Kind soll gewaltfrei aufwachsen.

Dafür stärken wir die Fachkräfte, vor allem in den Kinderschutzdiensten, aber auch im pädagogischen Landesinstitut.

Polizei und Justiz werden wir weiter schulen, damit sie kindgerecht arbeiten können.

Bei der Bekämp­fung von Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch im Internet setzen wir uns dafür ein, dass Polizei und Justiz die bei Ermittlungen bekannt gewordenen Speicherorte an Hosting Unternehmen im In- und Ausland zur freiwilligen Löschung der Daten weitergeben.

Wir verbessern die Prozesse in Gerichtsverfahren mit Kindern, die sexualisierte Gewalt erleben mussten.

Und wir stärken die Kinderschutzdienste im Land.

Wir wollen, dass bis spätestens 2029 überall, wo mit Kindern gearbeitet wird – ob in der Schule, im Verein oder im Ferienlager – ein verbindliches Schutzkonzept vorliegt.

Wir bauen die Opfer- und Entschädigungsberatung aus und sichern die Weiterfinanzierung der „Nummer gegen Kummer“. Denn: Kein Kind soll mit seinem Trauma allein bleiben.

Mit dem bundesweit ersten Betroffenenbeirat haben wir eine unersetzliche Perspektive von Fachleuten, deren Empfehlungen wir jetzt Schritt für Schritt umsetzen.

Darüber hinaus setzen wir mit dem Amt eines Landesbeauftragten gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen bei der Landesregierung einen Meilenstein für die politische Vertretung von betroffenen Kindern und Jugendlichen im Kampf gegen sexuellen Missbrauch.