Sommertour: GRÜNE besuchen Renaturierungsprojekt am Hornbach

Landesvorsitzende Carolin Cloos: „Intakte Gewässer sind der beste Schutz vor Dürre und Starkregen.”

[61/2026] Zweibrücken, 10. Juli 2026 – Im Rahmen ihrer Sommertour hat die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz, Carolin Cloos, am Freitag das Renaturierungsprojekt am Hornbach bei Zweibrücken besucht. Gemeinsam mit Vertreter*innen der unteren Wasserbehörde und des GRÜNEN-Kreisverbands Zweibrücken informierte sie sich über den Fortschritt der Maßnahmen und deren Bedeutung für den Gewässer-, Natur- und Hochwasserschutz.

Der Hornbach wird seit mehreren Jahren schrittweise naturnah umgestaltet. Durch neue Bachschleifen, flache und tiefe Gewässerbereiche, Kiesbänke sowie Totholz entstehen vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Carolin Cloos betont:

„Der Hornbach zeigt eindrucksvoll, wie Klimaanpassung und Naturschutz zusammenwirken. Naturnahe Gewässer schützen die Artenvielfalt, speichern Wasser in der Landschaft und helfen dabei, die Folgen von Dürre und Starkregen abzumildern. Solche Projekte sind eine Investition in die Zukunft unserer Kommunen und verdienen unsere volle Unterstützung.“

Angesichts zunehmender Hitzeperioden und längerer Trockenphasen gewinnt der Schutz der Wasserressourcen weiter an Bedeutung. Regenwasser ist eine wertvolle Ressource – doch wenn Böden ausgetrocknet oder Flächen versiegelt sind, kann es kaum versickern. Statt die Grundwasservorräte aufzufüllen, fließt es oberflächlich ab und erhöht das Risiko von Überschwemmungen. Cloos erklärt:

„Der beste Schutz unserer Wasservorräte beginnt in der Natur. Gesunde Böden, Auen und naturnahe Gewässer speichern Wasser langfristig und geben es in Trockenzeiten wieder ab. Deshalb müssen wir unsere natürlichen Wasserspeicher konsequent schützen und stärken. Das ist aktiver Klimaschutz und zugleich Vorsorge für kommende Generationen.“

Besonders eindrucksvoll war beim Ortstermin der direkte Vergleich zwischen einem aktuell im Umbau befindlichen Abschnitt und einem bereits vor rund zwei Jahren fertiggestellten Teilstück. Dort ist bereits gut zu erkennen, wie sich ein naturnah gestaltetes Gewässer entwickelt und zu einem vielfältigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere wird.

Möglich wird das Projekt auch durch die Unterstützung des Landes: Das rheinland-pfälzische Umweltministerium beteiligt sich mit rund 1,38 Millionen Euro an der Renaturierung und trägt damit 90 Prozent der Investitionskosten. Den Förderbescheid übergab die damalige Umweltministerin Katrin Eder (GRÜNE) persönlich. Die GRÜNEN Rheinland-Pfalz setzen sich für einen konsequenten Schutz und die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme ein. Neben der Renaturierung von Flüssen und Bächen gehören dazu auch der Erhalt von Auen und Mooren sowie die Entsiegelung und Begrünung von Städten. Denn nur eine Landschaft, die Wasser aufnehmen und speichern kann, ist langfristig widerstandsfähig gegen die Folgen der Klimakrise.

Zum Abschluss ihres Besuchs dankte Carolin Cloos den Mitarbeitenden der Wasserbehörden, den beteiligten Planungsbüros sowie allen weiteren Akteur*innen, die das Renaturierungsprojekt am Hornbach über viele Jahre begleitet und umgesetzt haben. Der Hornbach zeige beispielhaft, wie nachhaltiger Gewässerschutz, Hochwasservorsorge und Biodiversität gemeinsam gestärkt werden können.