Katrin Eder: “Klimaschutz ist die Gerechtigkeitsfrage unserer Zeit.”
[61/2025] Hannover, 30. November 2025 – Auf der Bundesdelegiertenkonferenz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Hannover stand ein zentrales Versprechen im Mittelpunkt: Klimaschutz so zu gestalten, dass ihn sich alle leisten können – und alle etwas davon haben. Unter dem Motto „Damit Zukunft wieder Zukunft hat“ will die Partei Leitlinien beschließen, die ökologische Verantwortung und soziale Sicherheit eng miteinander verknüpfen.
Die rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin Katrin Eder betonte, wie eng Klimapolitik und soziale Gerechtigkeit zusammenhängen: „Klimaschutz ist die Gerechtigkeitsfrage unserer Zeit. Wer heute in der ungedämmten Dachwohnung lebt, spürt die Klimakrise zuerst, Kinder oder ältere Leute besonders. Wir sorgen dafür, dass Klimaschutz nicht zum Luxus für wenige wird, sondern das Leben für die Vielen besser und bezahlbarer macht.“
“Keine andere Partei hat den Klima- und Naturschutz so in ihrer DNA wie die Grünen“, so Eder. Deshalb habe die Partei in Rheinland-Pfalz unter ihrer Verantwortung als Ministerin entschlossen für ein Klimaschutzgesetz mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 gekämpft. Für Eder ein starkes Signal in einer Zeit, in der vielerorts darüber diskutiert wird, Klimaziele abzuschwächen, Sektorziele zu streichen und dem massiven Druck der fossilen Industrien nachzugeben.
Im März 2026 wählen über 4 Millionen Menschen in Rheinland-Pfalzer einen neuen Landtag. Seit 15 Jahren regieren dort die GRÜNEN. “Wir haben das Land besser gemacht,” sagte Eder. “Seit 2011 haben grüne Energieministerinnen den Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung von 30 auf aktuell 66 Prozent gesteigert.” Orte wir das rheinland-pfälzische Dorf Mörsdorf, von dem Franziska Brantner in ihrer Rede am Vortag berichtet hatte, wiesen den Weg: “Dörfer schaffen sich aus den Geldern der Windenergie touristische Hotspots, Kitas, Dorfauto-Sharing oder sogar ein Dorf-Fitnessstudio.”
Mit einem Bürgerenergiegesetz wollen die GRÜNEN die Menschen direkt von der Energiewende profitieren lassen, indem Bürgerschaft und Standortgemeinden bares Geld mit Wind- und Solarprojekten verdienen. Zugleich sollen Kommunen durch eine Kommunalreform und bessere digitale Strukturen handlungsfähiger werden.
Eder betonte auch den klaren grünen Kurs pro Vielfalt, Weltoffenheit und Demokratie: “Die AfD will die Saat des Hasses in die Köpfe unserer Kinder setzen. Sie verändern unser Land. Dem stellen wir uns entschieden entgegen und stehen an der Seite der Aktiven für Demokratie und gegen Rechts. Wir bieten den Rechtsextremen die Stirn. Mit Mut und hoch motiviert stehen wir angstfrei für unsere grünen Themen.”
Im Hinblick auf das Superwahljahr 2026 mit Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz am 22. März unterstrich Eder den Anspruch der Partei und warb um Mitwirkung: “Wir GRÜNE zeigen die vielen tollen Geschichten des Gelingens, die Mut und Lust darauf machen, die Zukunft anzupacken. Mit uns gibt es Dorf- und Stadtbilder, die begrünt sind, wo hinter dem Kirchturm ein Windpark steht, an den Rathäusern die Regenbogenfahne weht, wo Busse und Bahnen unterwegs sind und wo Vielfalt, Weltoffenheit, Zusammenhalt und Solidarität eine Heimat haben. Dafür werden wir kämpfen und zählen dabei auf Eure Unterstützung.”
