GRÜNE im Austausch mit iranischer Exil-Community in MainzKatrin Eder und Katharina Binz sprechen mit Aktivist*innen über Menschenrechte und Solidarität mit der „Woman, Life, Freedom“-Bewegung

[42/2026] Über die Lage im Iran und die Protestbewegung „Woman, Life, Freedom“ haben sich Katrin Eder und Katharina Binz am Mittwochabend in Mainz mit Vertreter*innen der iranischen Exil-Community ausgetauscht. Zu Gast waren unter anderem der Menschenrechtsaktivist Behrouz Asadi, Sprecher von Woman Life Freedom Germany e. V., Farideh Salavati, die bei Protesten der Mahsa-Bewegung schwer verletzt wurde und ihr Augenlicht verlor, Shahnaz Morttab, Angehörige einer Opferfamilie des abgeschossenen ukrainischen Fluges PS752, der ehemalige Lehrer und Gewerkschafter Saivan Soleimani sowie Deutsch-Iranerin Shiva Shafahi, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Frieden und Internationales bei den GRÜNEN Rheinland-Pfalz.

Im Mittelpunkt des Treffens standen persönliche Berichte über Repression, Gewalt und den anhaltenden Mut der Menschen im Iran, für Freiheit und grundlegende Rechte einzustehen. Die Gesprächspartner*innen schilderten eindrücklich, welche Bedeutung internationale Aufmerksamkeit und politische Unterstützung für die demokratische Bewegung im Iran haben.

Der in Mainz lebende Behrouz Asadi setzt sich seit Jahrzehnten für Demokratie im Iran und für die Integration von Geflüchteten in Deutschland ein. Für dieses Engagement wurde er 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz und anderen Auszeichnungen geehrt. Beim Austausch schilderte er eindrücklich die Lage der Menschen im Iran:

„Die Zivilgesellschaft im Iran ist das größte Opfer dieses Systems. Frauen werden hingerichtet, Menschen unterdrückt – und dennoch kämpfen viele mutig für Freiheit. Die Mehrheit der Menschen hat dieses System längst abgelehnt. Gleichzeitig müssen wir verhindern, dass ein möglicher Sturz des Regimes in ein gefährliches Machtvakuum führt. Deshalb brauchen die Gefangenen und die iranische Zivilgesellschaft internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung. Entscheidend ist jetzt, dass sich Menschen unterschiedlicher Ethnien, Religionen und demokratischer Kräfte zusammenschließen und gemeinsam für Freiheit, Pluralismus und gegenseitigen Respekt eintreten.“

„Die Berichte aus dem Iran zeigen, mit welchem Mut Menschen für Freiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechte kämpfen – oft unter größtem persönlichen Risiko. Dieser Einsatz verdient unsere Aufmerksamkeit, unsere Solidarität und unsere politische Unterstützung“, erklärte Katrin Eder im Anschluss an das Gespräch.

Auch Katharina Binz betonte die Bedeutung des Austauschs: „Die Geschichten von Menschen, die vor dem iranischen Regime fliehen mussten, mahnen uns, Freiheit und Menschenrechte zu verteidigen. Ihnen gilt unsere volle Solidarität. Für uns GRÜNE ist es selbstverständlich, dass Rheinland-Pfalz ihnen in Zeiten von Krieg und Unterdrückung Sicherheit und Schutz bietet. Deswegen haben wir als erstes Bundesland dafür gesorgt, dass aus Rheinland-Pfalz keine iranischen Staatsangehörigen mehr abgeschoben werden.“

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