Kitas unterstützen – Für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit
Mainz, 29. Januar 2026 – Zu den Ergebnissen der aktuellen Bertelsmann Studie zur Kita-Versorgung in Deutschland und Rheinland-Pfalz erklärt Katrin Eder, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz:
„Eine gute Kita-Politik legt den Grundstein für den Bildungserfolg unserer Kinder und sorgt für echte Chancengleichheit. In den vergangenen 15 Jahren wurde mit grüner Regierungsbeteiligung – unter anderem unter der damaligen zuständigen Ministerin Irena Alt – viel für eine flächendeckende Kita-Versorgung erreicht. Heute werden rund 25 Prozent mehr Kinder betreut; das sind über 30.000 Kinder mehr, die eine Kita besuchen und damit bessere Chancen auf einen guten Start in die Schule haben. Das ist ein klarer Erfolg des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz. Und mit der Beitragsfreiheit in Rheinland-Pfalz wird Bildung konsequent von Anfang an gedacht.“
„Die aktuelle Erhebung der Bertelsmann-Stiftung zeigt aber ebenso deutlich: Es gibt weiteren Handlungsbedarf. Quantitativer Ausbau allein reicht nicht, wir müssen die deutlich verbesserte Versorgung konsequent mit einer höheren Qualität der Betreuung unterlegen. Verlässliche Betreuungszeiten sind für Familien entscheidend. Spontane Notbetreuung, eingeschränkte Öffnungszeiten und der Einsatz von Erzieherinnen und Erziehern für Verwaltungs- oder hauswirtschaftliche Aufgaben zeigen, wie angespannt die Lage in vielen Kitas ist. Genau hier wollen wir GRÜNE in der nächsten Landesregierung anpacken.“
„Wir wollen mehr Personal in den Kitas – insgesamt und gezielt dort, wo Kinder einen höheren Förderbedarf haben. Dazu gehört auch, Erzieherinnen und Erzieher spürbar zu entlasten, damit sie sich auf die Förderung der Kinder konzentrieren können. Ehrenamtliche oder fachfremde Unterstützung kann dabei nur punktuell helfen. Entscheidend ist, den Beruf für Erzieherinnen und Erzieher wieder attraktiver zu machen, indem Fachkräfte Zeit für ihre pädagogische Arbeit haben. Mit Inklusionsbudgets geben wir den Einrichtungen die Möglichkeit, passgenau zu unterstützen und echte Teilhabe zu ermöglichen.”
“Wir wollen zudem die Sprachförderung deutlich ausbauen. Sprache ist der Schlüssel zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe: alltagsintegrierte Sprachförderung bedarf gute und ausreichende Fachkräfte.”
“Kitas sind längst mehr als reine Betreuungseinrichtungen. Deshalb wollen wir sie weiter zu Familienzentren entwickeln und durch eine neue Kita-Sozialarbeit stärken. Das hilft nicht nur den Kindern, sondern unterstützt ganze Familien im Alltag und sorgt für gleiche Chancen von Anfang an.“
„Unser Grundsatz ist klar: Bildung darf in Rheinland-Pfalz nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Deshalb setzen wir uns konsequent für eine kostenfreie frühkindliche Bildung ein – auch für Kinder unter zwei Jahren. Gute Kitas sind eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft, und diese Investition lohnt sich.“
