04.06.2010

Neben dem Management auch den Aufsichtsrat in die Pflicht nehmen!

[PM 83/2010 - 04.06.2010] Anlässlich der Forderungen in Millionenhöhe durch die Nürburgring GmbH an ihren ehemaligen Geschäftsführer Walter Kafitz, erklärt  Eveline Lemke, Landesvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz:

„Wir GRÜNE hatten ja bereits Mitte Februar darauf hingewiesen, dass Schadensersatzansprüche aus Fehlentscheidungen des Managements oder des Aufsichtsrates gerichtlich verfolgt werden können. Wir begrüßen deshalb sehr, dass sich die Landesregierung und der neue Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH entschlossen haben, diese Ansprüche jetzt geltend zu machen“, erklärt Eveline Lemke.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz hatten zur Prüfung von Schadensersatzansprüche, die gegen die Verantwortlichen bestehen, die Rechtsanwaltskanzlei von Heusinger, Mogwitz beauftragt. Bereits nach dieser Prüfung wurde ein Schadensersatzanspruch in Höhe von insgesamt 6.539.987,57 Euro gegen den ehemaligen Geschäftsführer Dr. Walter  Kafitz berechnet. Das Gutachten hatte sich vor allem auf das von Ernst & Young in der Rhein-Zeitung veröffentlichte Gutachten gestützt und deutlich gemacht, dass auch der Aufsichtsrat haftungsrechtlich in die Pflicht genommen werde kann. Die Chancen für eine Durchsetzung dieser Ansprüche stehen laut GRÜNEN derzeit jedoch schlecht. „Leider geht kein Aufsichtsrat gegen sich selbst vor“, erläutert Lemke. „Die Quittung für das Versagen des Aufsichtsrates kann der Wähler nur politisch erteilen.“

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