10.12.2012

"Menschenrechte sind nicht verhandelbar!"

[PM 80/2012] Zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte erklärt Uwe Diederichs-Seidel, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz:

 "Während die meisten EuropäerInnen langsam in die Hochphase der Jagd nach Weihnachtsgeschenken eintreten, ertrinken MigrantInnen aus afrikanischen Staaten im Mittelmeer und werden Arbeiter in Sweatshops weltweit ihrer Rechte beraubt.
Viel zu oft wird wirtschaftlichen Interessen von Unternehmen und Staaten Vorrang eingeräumt vor den berechtigten Interessen der Menschen auf ein menschenwürdiges Leben.
Die Durchsetzung der Menschenrechte bedeutet einerseits die konkrete Verbesserung der Lebensverhältnisse für die Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern.
Es bedeutet aber auch eine Verantwortung von uns Allen hier in den reichen Ländern. Dazu zählen nicht nur die Entscheidungen der öffentlichen Verwaltungen bei Vergaben von Aufträgen aller Art, vor allem bei der aktiven Vermeidung von Kinderarbeit und die Einhaltung der internationalen Arbeitsschutzrichtlinien (ILO) durch genauere Ausschreibungen.

Wir Konsumentinnen und Konsumenten haben eine Verantwortung bei unseren Kaufentscheidungen. Oftmals gibt es einen Zusammenhang zwischen dem besonders niedrigen Preis einer Ware und der Nichtbeachtung der Menschenrechte bei ihrer Herstellung.
Leider kann man aufgrund der Organisation globaler Wirtschaft aber nicht den Umkehrschluss machen und sagen, hochpreisige Wirtschaftsgüter garantieren per se schon die Einhaltung der Menschenrechte bei ihrer Herstellung. Die Produktion von Elektronikartikel wie etwa Mobiltelefone ist hier nur ein Beispiel unter vielen.

Genaues Hinsehen und verantwortliche Entscheidungen sind von uns Allen gefordert" so Uwe Diederichs-Seidel.

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