13.02.2010

GRÜNE bringen Beteiligte am Nürburgring an einen Tisch

[PM 18/2010 - 13.02.2010] Zu den Ergebnissen einer Podiumsdiskussion zur Situation am Nürburgring erklären Eveline Lemke, Landesvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz, und Franziska Brantner, für Rheinland-Pfalz zuständige GRÜNE Europaabgeordnete:

„Die Dimension der Investitionen am Ring ist so groß, dass Verpachtungen der landes- und kreiseigenen Nürburgring GmbH an private Betreiber eigentlich nach europäischem Recht ausgeschrieben werden müssten. Nur dadurch lässt sich sicherstellen, dass das beste Konzept und der beste Betreiber die Verantwortung für den Nürburgring – und damit für die Region - erhält. Es muss eine ordentliche Ausschreibung geben und dabei müssen alle Fristen, Bedingungen und Spielregeln eingehalten werden. Und es muss endlich Transparenz in den gesamten Prozess der Neuausrichtung“, stellt Franziska Brantner klar.

„Vetternwirtschaft darf am Ring keine Zukunft mehr haben. Das muss die Lehre sein aus dem Finanzdesaster der Landesregierung. Wir GRÜNE werden auf allen Ebenen der Politik darauf achten, dass kein Marktteilnehmer bevorzugt wird und dass es keine Wettbewerbsverzerrungen gibt, sondern dass alles mit rechten Dingen zugeht“, verspricht Eveline Lemke.

Trotz der Absage des geplanten Informationsgesprächs mit dem neuen Geschäftsführer des Nürburgrings, Hans-Joachim Koch, informierten sich die beiden GRÜNEN PolitikerInnen über die aktuelle Situation vor Ort und besichtigten die gesamte Anlage vom historischen Fahrerlager über die Siegertreppe, bis hin zu 4D-Kino, Ringboulevard und Hotels.

Anschließend luden DIE GRÜNEN nach Nürburg zum Gespräch mit Betroffenen, Medien und Betreibern. Dabei gelang es im Verlauf der Diskussion eine Brücke zu schlagen zwischen den Befürchtungen kleinerer Hoteliers, Renntaxibetreiber oder anderer lokaler Anbieter sowie den Investoren der Lindner-Gruppe. „Ziel unserer Veranstaltung war es, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen statt sie wie bislang gegeneinander auszuspielen. Wir freuen uns besonders über die Annäherung zwischen der Bürgerinitiative und den Investoren um Jörg Lindner“, so Lemke weiter.

Die massiven Investitionen in der Eifel sind gemacht und werden der Eifel wohl lange Zeit erhalten bleiben. „Jetzt gilt es, Ideen zu entwickeln, wie mit diesen Dingen am besten umgegangen wird. Warum soll man sich nicht vorstellen, dass aus dem Mythos Nürburgring in nicht allzu ferner Zukunft eine Entwicklungs- und Teststrecke für umweltfreundlichere Automobiltechnik entsteht? Wenn Steuergeld in die Hand genommen wird, dann muss es aber auch so ausgegeben werden, dass es Sinn macht für alle Menschen in der Region“, so Brantner und Lemke abschließend.



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