02.07.2014

„Absichtserklärungen der Wirtschaft bleiben Lippenbekenntnisse“

[PM 67-2014] GRÜNE fordern gesetzliche Frauenquote

Die Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bringt am Donnerstag einen Gesetzesentwurf in den Bundestag ein, mit dem sie eine gesetzliche Frauenquote zur geschlechtergerechten Besetzung von Aufsichtsräten, Gremien und Führungsebenen fordert. Dazu Katharina Binz, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz:

„Der Anteil erwerbstätiger Frauen ist heute so hoch wie noch nie. Der Zutritt zu den Chefetagen bleibt Frauen in Deutschland jedoch oftmals verwehrt. In den Vorständen der 200 größten Unternehmen liegt der Frauenanteil bei gerade mal bei vier Prozent! Die Posten der Vorstandsvorsitzenden sind durchweg männlich besetzt. Diese Zahlen zeigen, dass die Absichtserklärungen der Wirtschaft, endlich Geschlechtergerechtigkeit bei der Postenvergabe herstellen zu wollen, Lippenbekenntnisse bleiben. Auch öffentliche Gremien sind zu oft nicht paritätisch besetzt. Gerade ihnen kommt jedoch eine Vorbildfunktion zu. Vor 20 Jahren wurde der Gleichstellungsauftrag ins Grundgesetz aufgenommen, der dem Staat den Auftrag erteilt, „die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern [zu fördern] und auf die Beseitigung bestehender Nachteile [hinzuwirken].“ Der Staat muss diesem grundgesetzlich verbrieften Auftrag endlich nachkommen! Wir GRÜNE fordern deshalb eine gesetzlich Quotierung von Aufsichtsräten, wie sie auch in anderen Ländern Europas längst Praxis ist.“

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